Kosten

Gesetzliche Krankenkasse

Falls Sie Psychotherapie benötigen und keinen Platz bei einer ambulant niedergelassenen Psychotherapeutin oder einem Psychotherapeuten mit Kassenzulassung finden, können Sie für die Therapie bei mir einen Antrag auf Kostenerstattung bei Ihrer Krankenkasse stellen. Diese kann die Kostenübernahme bewilligen, da ich als Psychologischer Psychotherapeut approbiert bin und somit die gleiche Qualifikation besitze, wie meine Kolleginnen und Kollegen mit Kassensitz. Gerne bin ich Ihnen bei der Antragstellung behilflich. Nehmen Sie dazu einfach mit mir telefonisch oder per E-Mail Kontakt auf.

Sie können auch einen Termin für ein Erstgespräch mit mir zum Kennenlernen vereinbaren. Das ist sinnvoll damit Sie feststellen können, ob Sie sich bei mir wohl fühlen und die Therapie bei mir beginnen möchten. Für das Gespräch berechne ich 100 Euro.

Für mehr Info habe ich für Sie unten stehende Informationen bereitgestellt.

Außervertragliche (Kostenerstattung) psychotherapeutische Behandlung für gesetzlich Versicherte im Rahmen der Kostenerstattung

Wenn Sie sich als gesetzlich Versicherte(r) in einer psychotherapeutischen Privatpraxis behandeln lassen möchten und für Sie eine Behandlung als Selbstzahler nicht infrage kommt, lesen Sie auf dieser Seite bitte einige wichtige Informationen zum Thema Kostenerstattung.

Eine kurze Zusammenfassung dieser Informationen finden Sie in Form der Checkliste Kostenerstattung für den Antrag auf außervertragliche Leistungen. Hinweise auf Möglichkeiten einer anwaltliche Hilfe im Kostenerstattungsverfahren erhalten Sie auf dieser Seite.

Wichtig für Sie vorab zur Begriffsklärung: Kostenerstattung bedeutet bei der gesetzliche Krankenkasse nicht, dass Sie sich zunächst in eine Behandlung begeben und sich dann anschließend die entstandenen Kosten erstatten lassen können. Vielmehr ist zunächst ein Antrag auf Kostenübernahme im Erstattungsverfahren und eine entsprechende Bewilligung Ihrer Krankenkasse erforderlich, bevor Sie mit Ihrer Psychotherapie beginnen können.

Mangelnde Verfügbarkeit von Behandlungsplätzen bei Kassentherapeuten

Eine wichtige Vorausssetzung der Kostenübernahme durch Ihre gesetzliche Krankenversicherung für ambulante Psychotherapie in einer Privatpraxis ist die Unterversorgung, d.h. die mangelnde Verfügbarkeit von Behandlungsplätzen bei Vertragstherapeuten bzw. Kassentherapeuten.

Vermutlich haben Sie bereits verschiedene Psychotherapeuten mit Zulassung durch die Kassenärztliche Vereinigung (hier kurz „Vertragstherapeuten“ oder „Kassentherapeuten”) in der Nähe ihres Wohnortes angerufen und nach einem freien Behandlungsplatz gefragt. Eine Liste von Vertragstherapeuten bzw. Kassentherapeuten im Verfahren „tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie“ finden Sie bald hier.

Sicher haben Sie dabei schon mehrfach gehört, es sei kein Behandlungsplatz mehr frei und Sie sollten es in einigen Monaten wieder versuchen.

Wartezeiten von über drei Monaten gelten grundsätzlich als nicht zumutbar.
Insbesondere wer akut und schwer krank ist, kann und sollte aus fachlicher Sicht nicht länger als drei Monate auf eine Behandlung bei einem „Kassentherapeuten” warten müssen.

Behandlungsmöglichkeit in einer Privatpraxis für Psychotherapie

Sie dürfen sich deshalb – wenn eine besondere Dringlichkeit für den Beginn einer ambulanten Psychotherapie vorliegt – auch außervertraglich, d.h. in einer Privatpraxis behandeln lassen. Die Behandlung in einer Privatpraxis setzt aber voraus, dass in dieser Praxis mindestens eins der sogenannten „Richtlinienverfahren“ ausgeübt wird. Richtlinienverfahren sind: analytische Psychotherapie (Psychoanalyse), tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie und Verhaltenstherapie. Die Kosten hierfür werden Ihnen von Ihrer Krankenkasse erstattet (deshalb “Erstattungsverfahren”). Dies bedeutet aber nur im Ausnahmefall, dass Sie finanziell in Vorleistung gehen müssten. Die meisten gesetzlichen Krankenkassen akzeptieren eine Abtretungserklärung ihrer Versicherten, sodass ich Rechnungen direkt bei Ihrer gesetzlichen Krankenkasse einreichen kann, ohne dass Sie mit einer Vorauszahlung, Zuzahlung oder anderem bürokratischem Aufwand belastet werden.

Voraussetzungen für die Kostenerstattung und Einschränkungen

Die wesentlichen Voraussetzung für die Kostenerstattung sind, dass für Sie trotz des Vorliegens einer akuten psychischen Störung eine Behandlung nicht innerhalb der nächsten 6 Wochen und in nicht Akuten psychischen Störung eine Behandlung nicht innerhalb drei Monate bei einem Kassentherapeuten Ihres Vertrauens möglich ist.

Aber es gibt auch Einschränkungen. Denn nicht alle gesetzlichen Krankenkassen halten sich an diese Regeln. Krankenkassen, die eine Kostenerstattung im Allgemeinen – unter Missachtung gesetzlicher Vorgaben und höchstrichterlicher Urteile – ihren Versicherten verweigern, sind z.B. AOK, DAK und Barmer. Hiervon sind besonders auch Versicherte der ehemaligen Deutschen BKK betroffen, für die seit der Fusion der Deutschen BKK mit der Barmer das Kosenerstattungsverfahren ebenfalls abgeschafft wurde. Sollten Sie bei einer dieser Krankenkassen versichert sein, käme ein Wechsel der Krankenkasse für Sie infrage.

Die Begutachtung eines Antrags auf außervertragliche Psychotherapie

Die gesetzlichen Krankenkassen sind weder grundsätzlich dazu verpflichtet, für außervertragliche Leistungen ein Gutachterverfahren durchführen zu lassen, noch sind sie dazu verpflichtet, bestimmte Gutachter für ein freigewähltes Gutachterverfahren zu verwenden. Die meisten Kassen entscheiden sich jedoch für den MDK (Medizinischer Dienst der Krankenkassen). Dies ist jedoch nicht bei allen Kassen der Fall. Darüberhinaus können die Krankenkassen auch im freien Ermessen Leistungen bewilligen, selbst wenn der MDK oder ein anderer Gutachter keine Empfehlung für eine Kostenübernahme der beantragten ambulanten Psychotherapie ausgesprochen hat.

Falls Ihre Krankenkasse den MDK (Medizinischer Dienst der Krankenkassen) mit einer Begutachtung beauftragt, ist folgendes wichtig: Beim MDK gibt es für die Beurteilung der medizinischen Notwendigkeit von Kostenerstattungspsychotherapie besondere Begutachtungsregeln. Kritische Punkte im Gutachterverfahren von außervertraglichen Leistungen sind zum einen die Dringlichkeit einer akuten Behandlung und zum anderen die Unterversorgung, d.h. die Feststellung, dass kein Kassentherapeut in absehbarer Zeit zur Verfügung steht.

Privatversicherte

Sind Sie privatversichert, hängt die Erstattung der Kosten für die Psychotherapie von Ihrer Vereinbarung mit Ihrer Krankenkasse ab. Informieren Sie sich dazu in Ihrem Vertrag oder nehmen Sie Kontakt mit ihrer Versicherung auf und erfragen Sie den Umfang der Kostenübernahme einer Psychotherapie bei einer psychischen Erkrankung.

Selbstzahler

Selbstzahler müssen keinen Antrag auf Psychotherapie stellen, somit wird die Anzahl der Therapiestunden auch nicht durch die Krankenkassen vorgegeben. In einem Erstgespräch besprechen wir in welche Umfang Psychotherapie für Sie sinnvoll ist. Für das Erstgespräch stelle ich 100 Euro in Rechnung, der Kostensatz für jede weitere Therapiestunden beträgt 100 Euro und richtet sich nach der Gebührenordnung für Psychotherapeuten (GOP).